Heft 9 der Kürtener Schriften (2014) widmet sich der Zeit zwischen 1933 und den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg – einer Epoche, die Kürten tief geprägt hat. Ausgehend vom Bürgerforum „Zukunft braucht Erinnerung“ entfaltet der Band ein vielschichtiges Bild von Alltag, Schule, Politik und persönlichem Erleben in den Jahren der NS-Diktatur, des Krieges und des Neubeginns.
Zentrale Quellen sind Schulchroniken, Archivunterlagen, Zeitungsberichte und zahlreiche persönliche Erinnerungen. Sie erzählen vom Leben in den Dörfern, von Anpassung und Widerstand, von Verfolgung, Flucht und Verlust, aber auch von Hoffnung, Zusammenhalt und dem schwierigen Weg in die Nachkriegszeit. Einzelporträts, Ortsgeschichten und eindringliche Zeitzeugnisse verleihen den historischen Ereignissen eine menschliche Dimension.
Band 9 ist ein wichtiger Beitrag zur lokalen Erinnerungskultur – fundiert, eindrucksvoll und mahnend zugleich.